Das Blockhaus verdankt seinen Namen der alten Blockbauweise, bei der Holzbalken horizontal übereinander liegen und an den Ecken miteinander verzahnt sind. Ein Blockhausbau ruht normalerweise auf einem Steinfundament, um zu verhindern, dass die Balken beim Kontakt mit dem Boden vermodern. Allen Blockhäusern gemeinsam sind niedrige Decken und kleine Fenster, um Wärmeverluste zu vermeiden, sowie schräge Satteldächer, um den Wetterbedingungen zu trotzen.
Die harmonisch in die Umgebung eingebundenen Häuser sind einfach und essentiell und enthalten kaum dekorative Elemente, abgesehen von einigen Holzschnitzereien an den Balustraden der Balkone oder am Gesimse.
Einzige Zierde sind die vielen Blumen an den Fenstern, die bei schönem Wetter die unendlichen Schattierungen des Holzes mit ihren Farbtupfern zum Leuchten bringen.
Die Häuser unterscheiden sich auch durch die Farbgebung ihrer Balken. Oft sind Blockhäuser Einfamilienhäuser, da die Länge der Balken ihre Größe bestimmt. In Sappada/Plodn gibt es jedoch auch zahlreiche Mehrfamilienhäuser, die durch Anbauten entstanden sind. Dadurch konnten die Wände des Blockhauses verlängert werden, wie man in den nächsten Weilern Cottern, Hoffe und Fontana schön sehen kann.
In Cottern fällt links das Kruzifix mit den zahlreichen Werkzeugen auf, die in der Kreuzigungsgeschichte im Evangelium vorkommen. Sehenswert ist zudem das Zweifamilienhaus s’Krumpm – s’Gaigerlan. Die Straße führt durch den Weiler Hoffe mit weiteren Holzhäusern. Vor der Kapelle, die dem heiligen Don Bosco geweiht ist, liegt ein kleiner Platz, der durch den Abriss eines Gebäudes in den 1960er Jahren entstanden ist.
