Skip to content Skip to footer

Die deutsche Sprachinsel Sappada/Plodn liegt im oberen Piave-Tal, am nordwestlichen Rand von Friaul-Julisch Venetien und der Provinz Udine. Neben den Kultur- und Sprachräumen des Ladinischen, des Venetischen in Comelico und des Friaulischen in Karnien nimmt die Gemeinde aufgrund ihrer besonderen Sprache und Kultur eine Sonderstellung ein. Sappada/Plodn blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück. Um das Jahr 1000 ließen sich hier Siedler aus Tirol und Kärnten nieder, die in den Hängen des Monte Ferro Bodenschätze abbauten.

Die Besiedlung des Tals begann mit 14 Höfen, die sich zu Siedlungskernen und allmählich zu den heutigen Weilern (heivilan) entwickelten. Im 20. Jahrhundert kam der 15. Weiler, Lerpa, hinzu. Auch wenn es keine schriftlichen Aufzeichnungen gibt, so bestätigen mündliche Überlieferungen und Legenden, dass die Siedler tatsächlich aus den Alpenregionen jenseits der italienischen Grenze stammten.

Diese Überlieferungen finden sich nicht nur in den Geschichten, sondern auch in den Bräuchen und besonders in der Sprache wieder: So ähnelt der lokale Dialekt dem bayerisch-tirolerischen sehr stark. Als weiterer Beweis gilt die traditionelle Architektur, in der vor allem Holz als Baumaterial verwendet wurde. Auf unserer Entdeckungstour durch den alten Ortskern stehen genau diese besonderen Merkmale von Sappada/Plodn im Mittelpunkt.

In jedem Weiler sind schmiedeeiserne Schilder mit Erläuterungen und Wegweisern zu finden, die auf der Tour hilfreich sein können.

Wie Sie sehen werden, sind überall im Tal ursprüngliche Elemente erhalten geblieben. In der gesamten Ortschaft herrscht daher eine zauberhafte Atmosphäre, die gut mit den Aspekten der Moderne harmoniert. Denn man hat es geschafft, das Neue mit dem Traditionellen zu verbinden, selbst in den jüngsten Gebäuden.

Während des letzten Jahrhunderts sind viele alte Holzhäuser Bränden zum Opfer gefallen, die 1908 den Weiler Bach/Pòch und 1928 Granvilla/Dorf verwüsteten. Besser erhalten sind die Häuser in den Weilern Pill/Pihl und vor allem in Mühlbach/Milpa, Cottern/Kòttern, Hoffe/Houve, Fontana/Prunn, Kratten/Krotn, Soravia/Begar, Ecche/Ekke, Puiche/Puicha. Die letzte Station auf unserer Route ist Cima/Zepodn, während wir auf dem Rückweg in Cretta/Krètte Halt machen, um das Bauernhausmuseum zu besuchen.

Alla scoperta delle borgate di Sappada / Plodn

Indirizzo

InfoPoint Sappada
Borgata Bach 9
33012 Sappada UD

Progetto 2022 – 2023 “Realizzazione di audio-video sui tratti caratterizzanti della Comunità di Sappada-Plodn”.
Promozione e la valorizzazione delle minoranze di lingua tedesca attraverso il bilinguismo visivo (L.R. n.24/2021, art.10, c.14).

Comune di Sappada – Plodn © 2025. All rights reserved.