Nach Soravia geht es weiter durch den sonnigen Weiler Ecche auf der rechten Straßenseite bis zur Nischenkapelle mit der schönen Statue der Heiligen Notburga. Die österreichische Bäuerin, die in traditioneller Tracht gekleidet ist, ist die Schutzpatronin der Mägde und Bauern, deren Symbole sie auch trägt.
Weiter links, vor dem Rio Puiche, befindet sich das gemauerte Prèchllòch, das früher als Brechlgrube für die Flachsgewinnung genutzt wurde. In der Tat wurde in der Gegend viel Lein angebaut, der zu Flachs verarbeitet und zusammen mit Wolle zu Kleidung und Bettlaken verwebt wurde.
Hinter dem Bach geht es hinauf zum Weiler Puiche, der nur wenige Einwohner zählt.
Puiche mit seinen schönen Holzhäusern wird von der kleinen Kapelle Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz dominiert, die auf einer Anhöhe steht. Die vielen kleinen Kapellen, Kirchen, Kruzifixe sowie unzählige kleine und große religiöse Zeichen an den Gebäuden und auf den Feldern weisen auf eine weit verbreitete und tief verwurzelte Religiosität hin.
Davon zeugen auch die drei Kirchen, darunter die Pfarrkirche im Weiler Granvilla, die der Schutzpatronin von Sappada, der Heiligen Margherita, geweiht ist. Sie wurde 1779 nach einem Entwurf von Baumeister Thomas Mayr aus Lienz im Barockstil umgestaltet und beherbergt in ihrem Inneren ein Altarbild von Joseph Renzler von 1802 sowie Fresken und Skulpturen aus verschiedenen Epochen.
