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Auf dem Weg vom Talkessel von Sappada hinauf erreicht man nach einer Kehre den abgelegensten Weiler von Sappada, Zepodn. Diese kleine Siedlung befindet sich neben der Kirche Sant’Osvaldo von 1732, die mit ihrem beidseitig offenen Säulengang den kleinen Alpenkirchen von Karnien ähnelt und von einem kleinen Friedhof umgeben ist. Nach der Restaurierung im Jahr 2000 sind in ihrem Inneren einige Glasfenster von Arrigo Poz zu sehen, darunter die Wallfahrt nach Maria Luggau.*

Auf der anderen Seite des Platzes befindet sich ein modernes Tagungsgebäude, in dem auch das Ethnografische Museum G. Fontana untergebracht ist. Es wurde in den 1970er Jahren geschaffen, 2009 an seinen neuen Standort verlegt und erweitert und bietet nun eine vollständige Übersicht über die natürliche Umgebung und die Identität der Gemeinde Sappada.

Hier erfährt man Wissenswertes über die Geologie, Flora und Fauna des Sappada-Beckens, das schon im Mittelalter besiedelt war. Die ethnografischen Sammlungen zeigen, wie die Natur die Gewohnheiten der Menschen prägte: Die relative Abgeschiedenheit der damaligen Zeit, die besonderen klimatischen Bedingungen und die eigene Identität der Gemeinde als deutsche Sprachinsel förderten eine nahezu autarke Lebensweise. Davon zeugen architektonische Elemente, Bilder aus der Zeit, Kleidungsstücke, Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs und Werkzeuge aus der Landwirtschaft, der Viehzucht und dem Handwerk.

Der Weiler Cima wird vom Berg Siera beherrscht und ist von Feldern umgeben, auf denen sich auch viele kleine Kapellen befinden. Die zahlreichen und unterschiedlich großen Holzhäuser zeichnen sich durch eine unterschiedliche Farbgebung aus, wobei jedes einzelne bemerkenswerte Details aufweist.

Kleine quadratische, mit Gittern verschlossene Fenster, ein hervorstehender Schornstein an der Fassade, eine Jahreszahl, eine Schnitzerei, ein Hauswappen. Im Zentrum des Ortskerns fällt zwischen vielen Holzbauten ein altes gemauertes Gebäude aus dem 17. Jahrhundert auf, das Kratter s’Gaigars Haus. Es zeichnet sich durch verschiedene Elemente aus wie den Giebel, das Portal, das zu einem gewölbten Eingangsbereich führt, und das darüber liegende doppelte Rundbogenfenster, und hebt sich somit von den anderen Häusern ab.

Zu den verschiedenen Beispielen traditioneller Holzarchitektur gehört das s’Gea(d)ratn – Schpanglars Haus aus dem 18. Jahrhundert, in dem die steinerne Feuerstelle mit dem alten Räucherofen erhalten ist. Neben einem der drei Brunnen im Weiler steht ein kleines Gebäude, das als Waschhaus (bòschkuchl) genutzt wurde.
Wenn man den ganzen Weiler auf der inneren Straße durchquert, kann man mehrere Gebäude bewundern, von denen einige zwei oder drei Stockwerke hoch sind. In Richtung der Ortschaft Plòtzn kommt man auf der asphaltierten Provinzstraße, die in den Wald führt, zu den Piave-Quellen. Nach ein paar hundert Metern führt eine Abzweigung links zum Piave hinunter. An seinen Ufern sind ein altes Sägewerk (Kòttrar soge) an einem schönen und üppigen Wasserfall und ein paar alte Mühlen (s’Jacklars mihle und Sindar mihle) zu sehen, die zu Privathäusern umgebaut wurden.

Der Ursprung des Namens Sappada ist zwar umstritten, könnte sich aber von Zepodn ableiten, dem lokalen Begriff für “hoch oben auf der Ebene gelegen”, der Cima Sappada bezeichnet, oder von zapata / sapada, was “Feldarbeit mit der Hacke” bedeutet und somit darauf hinweist, wie die Bewohner einst das Land bewirtschafteten. “Plodn” hingegen könnte von Longaplave stammen, mit dem die Patriarchen von Aquileia den Ort Longa Plavis bezeichneten und der sich auf den dort fließenden Piave bezieht.

Alla scoperta delle borgate di Sappada / Plodn

Indirizzo

InfoPoint Sappada
Borgata Bach 9
33012 Sappada UD

Progetto 2022 – 2023 “Realizzazione di audio-video sui tratti caratterizzanti della Comunità di Sappada-Plodn”.
Promozione e la valorizzazione delle minoranze di lingua tedesca attraverso il bilinguismo visivo (L.R. n.24/2021, art.10, c.14).

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