Die Route beginnt nahe den Mühlbach-Wasserfällen. Nach dem Überqueren der Holzbrücke über den Rio dei Mulini, erreicht man den Kalvarienberg. Dieser Kreuzweg wurde im 19. Jahrhundert zu Bußzwecken errichtet. Wenig weiter befindet sich das Kleine Museum des Großen Krieges: Geschaffen wurde es 2002 zu Ehren des hier entspringenden Flusses Piave, dem Heiligen Fluss Italiens, sowie der Männer, die während des Ersten Weltkriegs hier gekämpft haben. Die Ausstellung zeigt Erinnerungsstücke und Ausrüstungen der beiden sich bekämpfenden Seiten. Vom Ausbruch des Konflikts im Frühjahr 1915 bis zur italienischen Niederlage in der zwölften Isonzoschlacht und dem anschließenden Rückzug der Front im Herbst 1917 wurde der Krieg in den Höhenlagen als Stellungskrieg ausgetragen – selbst in den strengen Wintern. An der Außenfassade des Museums ist ein großes Wandgemälde von Pierantonio Chiaradia zu sehen.
Danach geht es den Hang vor dem Alpenwildpark hinauf. Oben angekommen, öffnet sich ein schöner Blick über das Tal, bevor es mit der Geschichte weitergeht, bzw. mit der lokalen Mikrogeschichte, bestehend aus Glauben, Alltagsleben und harter Arbeit.
Die kleine Herz-Jesu-Kapelle steht vor einem großen hölzernen Kruzifix am Anfang des Weilers Mühlbach. Der Name leitet sich vom gleichnamigen Bach ab, an dem einst Wassermühlen betrieben wurden.
Zeichen des religiösen Lebens, wie kleine Kirchen, Kapellen oder Kruzifixe, Brunnen mit ihrem sprudelnden, eiskalten Wasser, sind in jedem Weiler ein ständiger Begleiter.
Ein paar Schritte weiter, vorbei an dem Schulgebäude, das früher das Rathaus war, gelangt man in den Ortskern von Milpa mit seinen massiven Blockhäusern: Auf der rechten Seite stößt man sofort auf eines der ältesten, s’Paurn haus, und dann auf der linken Seite auf einen kleinen Siedlungskern rund um das Milpa s’Ènders Haus.
